In Würde alt werden – eine Frage des Geldes?

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Kirchen laden ein zum 10. „Gesellschaftspolitischen Forum Hochtaunus“

Die katholische und die evangelische Kirche im Hochtaunus veranstalten am Montag, 23. Mai 2011 von 20.00 bis 22.00 Uhr in der Stadtbibliothek Bad Homburg (Dorotheenstr. 20-24) bereits zum zehnten Mal das „Gesellschaftspolitisches Forum Hochtaunus“. Das Thema der seit November 2006 bestehenden Veranstaltungsreihe lautet: „In Würde alt werden – eine Frage des Geldes?“. Über die Themenbereiche altersgerechtes Wohnen, Pflege und verdeckte Altersarmut im Hochtaunuskreis diskutieren Prof. Dr. Walter Hanesch (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt), Dr. Silke Heil (Fachbereichsleitung Leitstelle Frauen, Senioren, Behinderte und Krankenhilfe im Hochtaunuskreis), Edeltraut Lintelow (Leiterin Caritas-Sozialstation Oberursel) und Herbert Reininger (ehrenamtlich aktiv beim Diakonischen Werk im Evangelischen Dekanat Hochtaunus). Der Eintritt ist frei. Moderiert wird die Veranstaltung von Meinhard Schmidt-Degenhard vom Hessischen Rundfunk.

"Insbesondere hinsichtlich ihres Einkommens und ihrer materiellen Verhältnisse geht es der älteren Bevölkerung in Deutschland derzeit vergleichsweise gut", berichtet das Statistische Bundesamt in seinem "Datenreport 2006" zur Lebenssituation von Älteren. „Doch was ist mit Älteren, die weniger Geld als ein ‚Hartz-4-Empfänger’ zum Leben haben und regelmäßig die Tafeln besuchen, die es mittlerweile an vielen Orten im Hochtaunuskreis gibt? Wo sind die älteren Menschen, die sich schämen, Geld für Heizkosten zu beantragen und in der kalten Wohnung sitzen? Sind dies nur Ausnahmeerscheinungen oder sind diese Lebenssituationen nur unsichtbar, speziell im Hochtaunuskreis?“, fragt Birgit Wehner von der Katholischen Erwachsenenbildung-Bildungswerk Hochtaunus, Mitveranstalterin der Reihe. „Und wie wird die Lebenssituation älterer Menschen in den kommenden Jahrzehnten aussehen, wenn die deutsche Gesellschaft laut Experten "stark überaltert" sein wird?“, ergänzt Christoph Diringer vom Katholischen Bezirksbüro. Denn bereits Ende 2009 waren von den rund 81,8 Millionen Einwohnern in Deutschland 16,9 Millionen 65 Jahre und älter. „Wir wollen auch die Frage stellen, welchen Bedarf an altersgerechter Pflege und Wohnen es auf Zukunft hin gibt“, formuliert Dekan Pfr. Tönges-Braungart die Linie der Debatte, zu der wie immer alle Bürger und Politiker im Hochtaunuskreis eingeladen sind.

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