Newsletter WIR KÖNNEN MEHR

Frauen in der katholischen Kirche 

Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind eine Gruppe von Frauen aus der Pfarrei St. Ursula, die sich im Ausschuss „WIR KÖNNEN MEHR – Frauen in der katholischen Kirche“ zusammengeschlossen haben. Immer wieder stoßen wir Frauen in unserer Kirche an Grenzen, nur weil wir Frauen sind. Das möchten wir ändern. Wir möchten nicht länger auf eine eigene Rolle, eine eigene Würde und einen eigenen Bereich beschränkt werden. Wir möchten vollwertige und gleichberechtigte Mitglieder sein, auf allen Ebenen, in allen Bereichen und auf Augenhöhe. Dafür machen wir uns stark!

Wenn auch Sie sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserer Kirche interessieren und im Ausschuss mitarbeiten möchten, nehmen Sie bitte unter wirkoennenmehr@kath-oberursel.de Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie!

In diesem ersten Newsletter liegt der Schwerpunkt auf der Beschäftigung mit Maria. Schließlich gilt der Monat Mai in der katholischen Kirche als Marienmonat. Wir haben uns auf die Suche nach einem zeitgemäßen Marienbild gemacht und wurden fündig. In unserem Newsletter erhalten Sie Informationen über die Arbeit des Ausschusses WIR KÖNNEN MEHR! sowie Hinweise auf interessante Gottesdienste und Veranstaltungen.

Susann v. Winning, Vorsitzende des Ausschusses WIR KÖNNEN MEHR!

Gottesdienste und Veranstaltungen

Thema der Andacht  am Sonntag, 09.05.2021 um 18.00 Uhr in St. Bonifatius, Steinbach  

Ausstellung „G*tt w/m/d – Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten“ im Bibelhaus Erlebnis Museum vom 23. Juni bis 19. Dezember 2021
https://www.bibelhaus-frankfurt.de/bibelhaus-allgemein/startseite.html 

Ausstellung:  DIE WEIBLICHE SEITE GOTTES vom 23.10.2020 - 27.06.2021
Im Jüdischen Museum Frankfurt -  Online-Führung am 29.04.2021 von 18.00  - 19.30 Uhr
https://www.juedischesmuseum.de/besuch/detail/weibliche-seite-gottes/ 

Marien-Verehrung im Mai

Die Bilder sind uns aus biblischen Erzählungen und künstlerischen Darstellungen vertraut:
Maria mit dem Jesus-Kind auf dem Arm, Maria mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß, Maria die Himmelskönigin mit Krone oder Sternenkranz, Maria mit dem Fuß auf der Mondsichel oder auf dem Kopf der höllischen Schlange, Maria als Patronin mit dem weiten Schutzmantel oder als Knotenlöserin.
Im Gedankenaustausch unserer Gruppe „Wir können mehr – Frauen in der katholischen Kirche“ haben wir als moderne, heutige Frauen nach unserem ganz persönlichen Bezug zu Maria gefragt. Erfreut haben wir im Gotteslob ein neues Lied entdeckt, das uns Maria als Glaubensschwester zur Seite stellt.
Helmut Schlegel (2007 – 2018 Pfarrer in Frankfurt Heilig Kreuz) lenkt in seinem Text unseren Blick auf das Leben Marias, auf ihren Glauben, ihre Hoffnung, ihre Liebe. Wir können uns ihr ganz nah fühlen.
Es spricht sich ein Wunsch, eine Sehnsucht aus in der Formulierung: „So wie du möchte ich … “

In drei Strophen hören wir Anklänge an die biblischen Geschichten von der Verkündigung, von der Begegnung mit Elisabeth und von der Hochzeit zu Kanaa. Jedesmal ergreift Maria das Wort, das auch heute zu uns spricht. Maria ermuntert uns in ihrem Loblied. Es scheint so einfach, fröhlich auf Jesu Wort zu hören und Ja zu sagen zum eigenen Leben, weil Gott es uns gibt. Großes hat ER getan. Jesus überfordert uns nicht. ER kennt uns. Nutzen wir unsere je eigenen Möglichkeiten, den Frieden zu bereiten. Vertrauen wir und tun, was ER uns sagt. In Freude und Schmerz sind wir mit allen Geschöpfen Gottes verbunden. Lassen wir diese Berührung zu. Die Melodie von Joachim Raabe hat  in ihrem schwingenden 6/8 Takt und dem zügigen Fluss etwas Leichtes. Sie lädt uns im Singen und Hören quasi ein, uns dieser Leichtigkeit, diesem Tanzschritt anzuschließen und im Geiste mit Maria mit zu gehen. Die erste etwas längere Note ist genau da gesetzt, wo das Wünschen in den tätigen Willen übergeht. Die zweite längere Note lässt Marias wörtliche Rede besonders zur Geltung kommen und danach steht dann der lang gedehnte Ton, ein Atemholen, ein Besinnungsmoment, der uns zur eigenen Aussage führt:
„So will ich glauben, hoffen, lieben, Maria.                                                                                                                                          
Für den Sachausschuss „Wir können mehr – Frauen in der katholischen Kirche“ Gabriele Alsheimer

Benediktinerin setzt sich für Frauen als Priesterinnen ein

Philippa Rath: Weil Gott es so will, erscheinen im Herder Verlag
In einem Buch sammelt Schwester Philippa die Zeugnisse von 150 Frauen, die sich zur Diakonin oder Priesterin berufen wissen. Im Interview plädiert die Ordensfrau dafür, Ämterfragen nicht am Geschlecht festzumachen – und erklärt, welche Erwartungen sie an die Synodalversammlung hat.  
Schwester Philippa Rath (65), Benediktinerin und Delegierte des Reformdialogs Synodaler Weg, setzt sich für eine Öffnung aller Ämter in der katholischen Kirche für Frauen ein. Nun hat die Ordensfrau der Abtei Sankt Hildegard in Rüdesheim-Eibingen Lebens- und Berufungszeugnisse von 150 Frauen, die sich zur Diakonin oder Priesterin berufen wissen, gesammelt und als Buch herausgegeben. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach mit Schwester Philippa über die Anliegen dieser Frauen, die "Männerkirche" und die Gültigkeit päpstlicher Entscheidungen. 
Sr. Philippa Rath spricht über ihr Buch „Weil Gott es so will“  auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=mzgfruckvQA 

Schätze finden in Zeiten der Pandemie

Am Sonntag nach Ostern habe ich den Gottesdienst in der "konziliaren Pfarre St. Paul“ in Salzburg (natürlich virtuell) besucht und nur so gestaunt. Beim Nachlesen auf der Webseite kann man erfahren, dass das mit dem „Konziliaren“ ernst gemeint und in der Gemeinde bis heute lebendig gehalten ist. Priester und Laien auf Augenhöhe, eine Sprache, die das männliche Bild Gottes weitgehend vermeidet (kein Herr, kein herrschen) und von Jungfrau und Gottesmutter war auch keine Rede, sondern unser Beten "mit Maria, der Mutter Jesu und allen Heiligen . . .", der Priester wird nicht gesondert sondern mit der ganzen Gemeinde beweihräuchert und er bezog sich selber in die Bitte um Segen (segne uns !) ein. Dieses zu Gast Sein in verschiedenen Kirchen und Gottesdienst-Feiern hat was. Wir empfinden unser sonntägliches Ritual zu Hause durchaus als Bereicherung. Gabriele Alsheimer

Mariengebet von Christa Peikert-Flaspöhler

Maria, ich nenne dich Schwester
ich sehe dein junges Gesicht
ich spüre dein Sehnen und Träumen
wir trauen gemeinsam dem Licht
wir tragen gemeinsam das Wort der Verheissung
wir bringen es zur Welt

Maria, ich nenne dich Schwester
ich sehe dein Frauengesicht
ich spüre dein Fragen und Handeln
wir trauen gemeinsam dem Licht
wir tragen gemeinsam das Wort der Befreiung
wir bringen es zur Welt

Maria, ich nenne dich Schwester
ich sehe dein müdes Gesicht
ich spüre dein Dienen und Leiden
wir trauen gemeinsam dem Licht
wir tragen gemeinsam den Preis der Befreiung
wir bringen ihn in die Welt

Maria, ich nenne dich Schwester
ich sehe in deinem Gesicht die Würde und Hoffnung der Frauen
wir trauen gemeinsam dem Licht
wir singen das Lied der Befreiung
wir tragen es in die Welt

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