„Sorgt euch also nicht um morgen, ….“, Matthäus 6,34

2014-02-28 09:06:25

Geht das überhaupt? Mich nicht um morgen zu sorgen und zu kümmern? Möchte Jesus, dass wir einfach so ins Blaue hinein leben? Uns um nichts weiter Gedanken machen?Passt das Evangelium nicht wunderbar zu diesem Wochenende. Wir feiern Fasching, schlüpfen in andere Rollen, feiern, tanzen, sind ausgelassen und brauchen uns keinen Kopf zu machen über das, was morgen ist. Für manche Menschen ist diese 5. Jahreszeit eine Auszeit, eine Zeit, in der die üblichen Regeln und Vorgaben keine Bedeutung haben. In der wir „Fünfe“ gerade lassen können und alles erlaubt ist!Ist es das, was Jesus meint, wenn er sagt: „Sorgt euch nicht um morgen,…“?Wohl kaum! - Jesus verstand es zwar zu feiern und fröhlich zu sein, nicht umsonst wird er an anderer Stelle im Evangelium als „Fresser und Säufer“ beschimpft, aber er meint sicher nicht, dass wir ohne Sinn und Verantwortung handeln sollen.Wenn Jesus sagt: Sorgt euch nicht um morgen, dann geht darum, was für uns das Wichtigste im Leben ist. Was steht bei mir an erster Stelle? Drehe ich mich nur um mich selbst, um mein Wohl, mein Hab und Gut? Oder gibt es Wichtigeres als meinen materiellen Wohlstand?Natürlich brauchen wir Dinge zum Leben, doch die meisten von uns sorgen sich nicht nur um die notwendigen Sachen, sondern beschäftigen sich mit so Vielem Überflüssigem.Wir können nicht zwei Herren zugleich dienen, nicht Gott und dem Mammon. Haben wir vielleicht vor lauter planen und sorgen verlernt, auf Gott zu vertrauen? Wohin zieht uns unser Herz? Woraus leben wir, woran freuen wir uns, was gibt uns Orientierung und Halt? Wofür schlägt unser Herz?Jesus weiß um das, was wir zum Leben brauchen. Wenn er sagt: „Sorgt euch nicht um morgen“, dann möchte er, dass wir unser Leben in Gottes Hand legen, dass wir unser Leben mit Gottvertrauen gehen.Gerade in den kommenden Wochen, der Vorbereitungszeit auf Ostern, können wir versuchen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Durch bewussten Verzicht unseren Blick schärfen, unser Gottvertrauen stärken und uns so frei machen, von unnötigem Ballast, um am Aufbau des Reiches Gottes, hier und jetzt mit zu wirken. Versuchen wir es , wagen wir den ersten Schritt, vertrauen wir auf Gottes Nähe.„Sorgt euch also nicht um morgen,...“