Wander-Friedens-Kerze

2007-10-07 16:00:07

Erziehung kann so schwierig sein!“Selig, die keine Gewalt anwenden“ – das wollten die Kommunionkinder und ihre Eltern als Hungertuch gestalten. Dabei kam eine wichtige Diskussion auf, weil die größte Sorge der Eltern die Gewalt war, der die Kinder in der Schule begegnen: „Soll ich meinem Sohn sagen, dass er nicht zurückhauen darf?“ Ich finde es ganz wichtig, dass wir als christliche Gemeinden Orte der Begegnung ermöglichen, in denen Alternativen zur Gewalt gelebt werden; und Orte, an denen miteinander überlegt werden kann, wie Jesu Friedensbotschaft praktisch und kreativ umsetzbar ist. Ich verstehe Jesu Liebe nämlich so, dass die Worte „Gewalt“ und „Krieg“ uns als Fremdwörter gelten sollen.Erwachsene sind da sicher Vorbilder, wie sie mit Konflikten umgehen: Kennen etwa Politiker(innen) auch andere Wege als militärisch auf Bedrohungen zu antworten?Wie erfahren Kinder in der Familie Streit und Strafen? Und was ist mit Gewalt in den Medien und in der Sprache untereinander?Die Wander-Friedens-Kerze von Pax Christi ([url=http://www.pax-christi.de/]www.pax-christi.de[/url]) macht in dieser Woche Station bei uns und leuchtet in den Gottesdiensten von St. Bonifatius, St. Crutzen und St. Sebastian. Das Friedensgebet, das wir dabei beten wollen, ist überschrieben mit: „Wenn eine/r anfängt aufzuhören – Frieden wächst nicht aus Gewalt“. Ich möchte Sie ermuntern, mitzumachen beim Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit!Chr. Enke, Pfr.[b]Wenn einer anfängt aufzuhören[/b], zu denken, dass er alleine doch nichts tun kann, dann können Träume Realität werden. Das Tun eines einzelnen Menschen kann der Beginn einer neuen Wirklichkeit sein.[b]Wenn eine anfängt aufzuhören[/b], sich rauszuhalten, dann kann sie ihre eigenen Bedürfnisse artikulieren und sich auch für mehr Fairness und Solidarität im Umgang mit den Schwachen einsetzen. [b]Wenn einer anfängt aufzuhören[/b], loszuschlagen, dann gibt es eine Pause, in der es möglich ist, nachzudenken und andere Lösungen zu entwickeln.[b]Wenn eine anfängt aufzuhören[/b] immer weiter in Rüstung zu investieren, dann könnten mit viel mehr Ressourcen Friedensfachkräfte ausgebildet und eingesetzt werden.