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Unser Namenspatron: Petrus Canisius (1521–1597)

Unsere Gemeinde trägt seinen Namen – aber wer war Petrus Canisius eigentlich?

Geboren 1521 in Nimwegen, gestorben 1597 in Freiburg in der Schweiz: Dazwischen liegt ein Leben, das quer durch Europa führte. Mit 22 Jahren trat Canisius in Mainz den Jesuiten bei, als der Orden gerade drei Jahre alt war – er wurde einer der allerersten deutschen Jesuiten überhaupt. Er lehrte in Wien und Ingolstadt, predigte in Augsburg, gründete Kollegien von Prag bis Freiburg. Das Angebot des Kaisers, Bischof von Wien zu werden, lehnte er ab: Er wollte lieber frei reisen und lehren.

Berühmt wurde er durch seine Katechismen. Über 233 Auflagen in neun Sprachen erschienen allein zu seinen Lebzeiten; in katholischen Gegenden nannte man Religionsbücher noch im 20. Jahrhundert schlicht „Canisi". Sein Ziel war es, den Glauben verständlich zu erklären – nicht, Gegner niederzumachen. Genau dafür steht er bis heute als Patron der Bildung und der Schulen.

In Oberursel war Petrus Canisius nie. Warum unsere Gemeinde trotzdem seinen Namen trägt, welche geistlichen Wurzeln ihn geprägt haben und was von ihm geblieben ist – davon erzählt die folgende Präsentation.