Brauchen Sie mal ein bisschen Motivation?

Etwas, was Sie so richtig ins Träumen bringt, dass es einfach ganz großartig und überbordend schön und kraftvoll sein könnte.

Der Sonntag hat da mit der ersten Lesung etwas zu bieten. Der Text ist zugegebenermaßen alt, ca. zweieinhalbtausend Jahre. Die Sprache sehr bildreich, sinnlich, weiblich. Und damals ging es um Hoffnung für Menschen im babylonischen Exil.

Ich stelle mir das Gesagte einfach für hier und heute vor, für unsere Gegenwart. Und bete mich hinein. Eine lohnenswerte Meditation.

 

Lesung aus dem Buch Jesája.(Kapitel 66)

Freut euch mit Jerusalem und jauchzt in ihr alle, die ihr sie liebt!

Jubelt mit ihr, alle, die ihr um sie trauert,

auf dass ihr trinkt und satt werdet an der Brust ihrer Tröstungen,

auf dass ihr schlürft und euch labt an der Brust ihrer Herrlichkeit!

Denn so spricht der Herr:

Siehe, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr

und die Herrlichkeit der Nationen wie einen rauschenden Bach,

auf dass ihr trinken könnt;

auf der Hüfte werdet ihr getragen, auf Knien geschaukelt.

Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet, so tröste ich euch;

in Jerusalem findet ihr Trost.

Ihr werdet das sehen

und euer Herz wird jubeln

und eure Knochen werden sprossen wie frisches Grün.

 

 

Susanne Degen