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„Christi Kreuz – der Christen Kraft“

2009-09-12 11:25:40

Unter diesem Motto feiern die Gläubigen in unserem Bistum 50. Jahre Kreuzfest. Dieses Mal findet diese Kreuzwoche vom 13. – 20.09.09 in Limburg statt. Jedes Jahr sind wir eingeladen in der Woche um das Fest „Kreuzerhöhung“ besonders auf das Kreuz Jesu zu schauen. Diese Botschaft des Kreuzes haben wir zu verkünden und von ihr Zeugnis zu geben.Zu diesem Thema möchte ich Ihnen einige Gedanken auf den Weg geben.Alles umsonst, alles verloren! Nur einzelne Personen haben Jesus in der Stunde seines des Todes begleitet. Große Angst und Unsicherheit haben sich breit gemacht. Die Todesstunde Jesu. Im Angesicht des Todes gewinnt scheinbar die Dunkelheit, die Oberhand. Alles wurde dunkel auch der Himmel und die Erde. Ist das, was wir jedes Jahr feiern nur Erinnerung an den Tod Jesu oder etwas mehr? Auch wir tragen unsere Kreuze. Manche tragen kleine, andere solche, die sie alleine nicht tragen können. Kreuze unseres Lebens. Können wir sie verleugnen, wegwischen aus unserem Leben, als wären sie nicht da?Die heutige Welt versucht das immer wieder neu, das Kreuz nicht ernst zu nehmen oder sogar ihn zu leugnen. Die Welt und wir. Nehmen wir unser Kreuz auf unsere eigene Schulter und tragen wir es oder laufen wir weg, sobald die Stunde der Prüfung kommt?In Litauen haben Menschen einen Berg der Kreuze über viele Jahre gestaltet. Auf der Spitze dieses Berges steht das Kreuz des Herrn und unterhalb dieses Kreuzes viele andere Kreuze, Große und Kleine, Kreuze der Menschen. Es ist ein wunderbares Bild dafür, dass Jesus uns nicht beim Tragen unseres Kreuzes alleine lässt, sondern mit uns geht. Auch er ist diesen Weg gegangen und kann mit uns fühlen. Alleine können wir nicht unser Kreuz tragen. Wie oft sind diese Kreuze so schwer, dass sie uns am Boden fest halten, und uns keine Bewegung ermöglichen. Das Kreuz einer unheilbaren Krankheit, der Einsamkeit, der Verlassenheit. Es ist menschlich in solchen Momenten des Lebens, Angst zu haben, dagegen mit allen Mitteln zu kämpfen. Jesus wollte auch nicht in dieser Form sterben und nicht diesen schrecklichen Weg gehen. Angefangen auf dem Ölberg, über die Verspottung und die Verurteilung bis hin zum Tragen des Kreuzes und schließlich der Tod am Kreuz. Jesus wurde in der Stunde seiner Prüfung von Gott gestärkt. Wir können unsere Kreuze besser verstehen, wenn wir bei Jesus nach Antworten suchen. Christus gibt uns die Antwort auf die Frage nach dem Leiden und dem Sinn des Leidens nicht nur in seiner Lehre, in der frohen Botschaft, sondern vor allem durch sein eigenes Leiden, das mit der Lehre der Frohen Botschaft untrennbar verbunden ist. Wenn wir wahre Zeugen und Zeuginnen Jesu Botschaft in dieser Welt sein wollen, dann sollen wir von ihm lernen, auf ihn schauen. Wir sollen in seiner Schule der Liebe gehen und unser Leben in seinem Licht erhellen lassen. Menschen, die das tun, können ihrem Tod mit der Kraft des Glaubens entgegentreten. Sie wissen, dass sie in Gottes Hand sind. Es gibt solche Menschen unter uns, wahre Zeugen und Zeuginnen des Glaubens. Jesus ist in das Grab hinabgestiegen und durch seinen Tod hat er den Tod vernichtet, und zwar für immer. Von ihm, unserem Herrn strömt das Leben aus für die Welt für uns.Herr gib’ uns die Kraft daran zu glauben, von dir zu lernen und mit dir unsere Kreuze zu tragen.