Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.

2011-02-20 10:45:41

Schon wieder – kennen Sie dieses Gefühl: immer der gleiche Werbespot, immer die gleichen Nachrichten, meist auch noch schlechte. Immer wieder das Gleiche, da fallen innerlich alle Schotten. Das Herz ist nicht mehr offen für die eigentliche Botschaft.„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist“ – Jesus greift Bilder und Texte des ersten Testaments auf. Schon tausendmal gehört, vorgetragen in den Synagogen, interpretiert von den Schriftgelehrten. Und die alten Formeln bekommen dann einen neuen Sinn „Ich aber sage euch“. Ist Jesus einfach nur idealistisch? Wusste er nicht, dass es schon schwer genug ist, nach den Geboten zu leben? Musste er sie dann auch noch verschärfen? Oder liegt seiner Version der Interpretation etwas anderes zu Grunde? Jesus provoziert seine Zuhörer damals und heute: Halte deine andere Wange hin, geh nicht eine, sondern zwei Meilen mit, gib mehr als das Erbetene und „ihr sollt vollkommen sein“. Dahinter steht die Gewissheit, dass jeder Mensch von Gott geliebt ist. Es ist eine Haltung des Respekts und der Ehrfurcht, die zum Ausdruck bringt, dass wir zwar äußerlich urteilen können, aber nie in das Herz eines Menschen sehen können. Den Horizont weiten, das Herz öffnen, das ist das Anliegen Jesu und dabei bezieht er sich auf die lange Tradition des Volkes Israel. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“, diese Aussage, die oft mit Jesus in Verbindung gebracht wird, steht bereits im Buch Levitikus. Den Menschen sehen, der in unserer Nähe ein gutes Wort oder eine helfende Tat benötigt, dazu möchten uns die Texte dieses Sonntags ermutigen. Und Paulus sagt uns auch warum: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel sein und der Geist Gottes in euch wohnt?“Den Nächsten sehen und seine Bedürfnisse, das möchte auch in diesem Jahr wieder die Aktion „Starthilfe zum Schulbeginn“, die Familien unterstützt, deren Kinder eingeschult werden. Schon wieder…