Geburt in Ruinen
Maria, Josef und das Neugeborene
auf unzähligen Weihnachtsbildern.
Maria, Josef und das Neugeborene
in Ruinen – ein Bild unserer Tage:
Ukraine, Gaza, Syrien…
Die Welt fällt in Trümmer
und wir feiern Weihnachten.
Bleibt nur noch ein Leben in Ruinen?
Wenn ein Kind geboren wird,
dann beginnt doch etwas Neues?!
„An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf und bessere ihre Risse aus,
ich richte ihre Trümmer auf und stelle alles wieder her wie in den Tagen der Vorzeit,
so dass die Übriggebliebenen der Menschen und alle Völker,
über denen mein Name ausgerufen ist, sie aufsuchen werden, spricht der Herr…“ (Amos 9, 11-12 LXX)
Das hatten die Maler im Kopf als sie die Geburt in Ruinen malten.
Absurd: Die Ruinen stehen für Gottes Neuanfang.
Er kommt, um aufzubauen, zu heilen.
Er will das alte Verhängnis der Menschheit,
ihren Unfrieden an ein Ende bringen – der Friedensfürst.
In Ruinen den Menschen sehen und
in den Menschen Gott.
Geburt in Ruinen – über allem die Engel, die singen:
„Ehre sei Gott und Frieden den Menschen!“
Meine Hoffnung für Weihnachten 2025.
Mathias Wolf, Diakon
Bild: Fra Diamante (1430 bis nach 1498) | Geburt Christi | ca. 1470 | Öl und Tempera auf Holz |166 x 166 cm | Louvre | Paris