Selensky und Putin reichen sich die Hand.

Ein Kind kann sorglos über den Frankfurter Hauptbahnhof laufen, ein Obdachloser und ein Investor entwickeln gemeinsam eine Wohnanlage und auf Sylt tanzen Punks und Reetdachhaus-Besitzer zusammen auf einer Party. Nord- und Süd-Korea bauen die Grenze ab. Christen, Muslime und Juden feiern miteinander am Tempelberg in Jerusalem und die Vereinten Nationen vereinen sich in ihren Anstrengungen für das Erreichen Leben rettender Klimaziele. Ja, so wird es sein!

Eine verrückte Vision? Nicht weniger als jene, die Jesaja vor rund zweieinhalbtausend Jahren hatte: Wolf und Lamm gemeinsam unterwegs. Bärin und Kuh auf einer Wiese, ihre Kinder tummeln sich zusammen. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind, das Töten zur Selbsterhaltung hört endlich auf. Es hört auf, weil endlich alle erkannt haben, dass Gott für Gerechtigkeit sorgt. Für manche eine Segensbotschaft, bei anderen sorgt sie für Schrecken.

Katrin Gallegos Sánchez