Sommerliche Weltkirche

2016-07-12 15:48:50

Im Sommer kommt die Welt zusammen; Touristen aus aller Welt besuchen unser Land; viele von uns fahren in fremde Länder; bei den olympischen Spielen in Brasilien treffen Sportler aus der ganzen Welt aufeinander; beim Weltjugendtag in Krakau begegnet sich die Jugend der Welt unter dem Zeichen der Barmherzigkeit. Kirchlich gesehen ist daher der Sommer die Zeit der Weltkirche. Im Sommer begegnet sich die Weltkirche und eröffnet uns die Möglichkeit, ganz neue Erfahrungen zu machen, unseren Blick zu weiten auf die ganze Welt und so ein wenig den Blick des Schöpfers einzunehmen. Psalm 113 fasst den Lobpreis der sommerlichen weltumspannenden Kirche zusammen: „Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang sei der Name des Herrn gelobt.“Die Weltkirche ist keine Erfindung unserer Tage, sondern ist in der Mission der Urkirche angelegt. Die frühe Kirche breitete sich sehr schnell in der damals bekannten Welt aus, welche als Ökumene bezeichnet wurde – heute ein Wort für die Sehnsucht nach der konfessionsübergreifenden Weltkirche. Die weltkirchliche Mission hat sich in den letzten Jahrzehnten mit dem Streben nach globaler Gerechtigkeit und fairem, solidarischen Austausch verbunden. Die damit verbundenen Initiativen in sind unter der Bezeichnung „weltkirchliche Lebendigkeit“ sowohl in unserer Pfarrei als auch auf Bistumsebene aktiv. Lebendigkeit bezieht sich nicht nur auf Waren und Güter, sondern umfasst vor allem menschliche Begegnungen. Eine solche Begegnung für St. Ursula wird uns durch Father Hilary Ubah aus Nigeria geschenkt, der seit diesem Sommer als Priester in unserer Pfarrei tätig ist. In der sommerlichen Urlaubszeit haben einige von uns die Chance, Glaubenszeugnisse aus aller Welt zu besichtigen - Kirchen, Klöster und Kunstschätze- sowie Gottesdienste in fremden Sprachen und Riten zu besuchen.Ich wünsche Ihnen in diesen Sommerwochen viele bereichernde Erfahrungen mit der Weltkirche, sei es im Urlaub sei es zu Hause. Bernd Kreuter, Diakon