Standhalten

2007-02-22 19:51:57

Das Evangelium des ersten Fastensonntags erzählt uns von der Versuchung Jesu (Lk 4,1-13) „…da führte ihn (Jesus) der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt….“ und er versprach Jesus: all die Macht und Herrlichkeit will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.Nun, wir wissen Jesus hat der Versuchung standgehalten. Doch wie steht das mit uns? Halten wir den Versuchungen auch stand?Ich habe zu diesem Evangelium eine schöne Meditation gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:Jesus, in Versuchung geführt,Jesus an den Grenzen seines Lebens:und er hält stand!Der Mensch, in Versuchung geführt,der Mensch an den Grenzen seines Lebens:und was dann?Die Versuchung hat viele Gesichter:Versuchung, das kann Ungeduld seinmit sich und seinen Schwächen.Versuchung, das kann die Verbitterung sein:Warum gerade ich?!Versuchung, das kann die Mutlosigkeit sein:mit mir wird’s nicht mehr besser!Versuchung, das kann die Verzweiflung sein:mein Gott hat mich verlassen!Der Mensch, in Versuchung geführt,der Mensch an den Grenzen seines Lebens:und was dann?Im Erfahren von Grenzen, im Erleben von Versuchung,da ist er mir nahe, mit mir solidarisch: Jesus Christus, der Herr.Er kennt meine Zweifel, meine Ängste und Nöte,er kennt meine Hoffnung, meinen Hunger auf Leben.Und er will mich stärken, um das zu bestehen,was in schweren Tagen von mir verlangt wird.Er will mich stärken, mit Grenzen zu leben,trotz Zweifel zu hoffen und so immer neudas Leben zu spüren, die Kräfte in mir.Jesus in Versuchung geführt, Jesus an den Grenzen seines Lebens:Er hält stand, das Leben ist stärker.Und er hält zu mir, in meinen Grenzen, meinen Zweifeln,damit auch ich standhalte, damit auch ich spüren darf:Das Leben ist stärker.