Was mir im Leben Halt geben kann

Auf die Frage, was das wichtigste Gebot sei, antwortet Jesus: „Liebe Gott und Deinen Nächsten, wie Dich selbst.“

Das ist eigentlich eine ganz einfache, leicht zu verstehende Lebensregel. Und wie viele einfache Dinge im Leben, so schwer umzusetzen.

Wenn alle Menschen nach dieser Regel leben würden, würde uns viel Leid, Gewalt und Krieg erspart bleiben. Schon Paulus schreibt an die Gemeinde von Korinth: „…am Größten von allen ist die Liebe“.

Das können frischverliebte Paare bestimmt bestätigen. Eltern die ihr Neugeborenes im Arm halten, welch schöneres Bild für Liebe kann es geben, als ein neues Leben. Und wenn es schwer wird im Leben, wenn nichts nach Plan verläuft, wenn Krankheit und andere Probleme eine Beziehung belasten, dann zählt die Liebe noch viel mehr. Die Liebe ist dann die, die langmütig ist, die nicht aufzählt, nicht nachrechnet.

Wir sollen Gott lieben – und gleichzeitig liebt Gott uns Menschen von je her in einer unvorstellbaren Größe. Gottes Liebe ist so groß, dass sie über den Tod hinaus reicht.

Wenn wir im November unserer Toten gedenken, all den Opfern von Krieg und Gewalt, all den viel zu früh Verstorbenen und in unseren Augen „sinnlosen„ Toten, dann kann uns die Liebe Gottes halten. Denn sie ist das Größte und Gottes Liebe hört niemals auf.

In diesen Gedanken, kann der November ein Monat des liebenden und lebendigen Erinnerns an unsere Verstorbenen sein. Dann ist er in aller Trauer und Dunkelheit auch ein Monat der Hoffnung und Sehnsucht auf ein Ewiges Leben in Liebe bei Gott.

Elke Peglow, Pastoralreferentin