Was zum Reisen gehört

2007-07-02 21:35:32

Ferienzeit ist Reisezeit. Besonders in den Sommerferien. Viele machen sich auf den Weg in nahe und ferne Länder und Landschaften. Das Bedürfnis, den Rhythmus des Alltags einmal aufzubrechen, ist groß. Der Wunsch, gewohnte Pfade zu verlassen und unterwegs zu sein, ist alt. Früher – und heute wieder neu – trieb es die Menschen zu den berühmten Wallfahrtsorten: Jerusalem, Mekka, Santiago oder Rom. Eine Wallfahrt zu machen bedeutete, aufzubrechen aus vertrauten Verhaltensmustern an einen Ort, wo Gott neu oder wieder zu entdecken war. Menschen zogen und ziehen wieder auf Wallfahrten, um den eigenen Horizont zu weiten, zu überschreiten. Wer dabei nicht weniger als sich selbst riskierte, kehrte, spirituell erneuert und toleranter zurück.Zum Reisen gehört immer eine religiöse und spirituelle Dimension. Antoine de Saint-Exupéry nannte sie „die Reise aus sich selbst heraus“, diese innere Bewegung, die jede Reise, unabhängig von Entfernungen, zu einer aufregenden macht.Meine Reise hat in diesem Sommer allerdings eine andere Qualität. Es ist ein Umzug: von Stierstadt am Taunus nach Brakel ins Weserbergland. So sage ich nach fast elf Jahren als Pastoralreferent und Bezugsperson in St. Sebastian „Auf Wiedersehn!“ und wünsche Ihnen allen, besonders den mir ans Herz gewachsenen Stierstädtern, „Gottes Segen“.