Willkommenskultur für den Sohn Gottes (Advent)

2015-11-15 20:04:29

Er kommt - der Sohn Gottes. Er kommt unabhängig davon, ob wir für Ihn bereit sind oder nicht. Er kennt keine Grenzen. Selbst die Grenze zwischen Gott und Mensch überwindet Er – einfach so. Wenn die Himmel den Gerechten tauen und die Wolken ihn herabregnen -wie es im Gotteslob Nr. 744 nach Jesaja 45,8 steht - dann können wir ihn nicht abhalten; da hilft kein Schirm. Auch wenn Ihm keine komfortable Unterkunft angeboten wird, wird Er kommen. Er wird sich einen geeigneten Platz suchen. Dabei kommt Er nicht gewaltsam, im Gegenteil. Er kommt ja ganz klein daher. Aber Er kommt dennoch - unaufhaltsam. Die Frage ist nur: sind wir bereit für Ihn? Wie bereiten wir uns auf Ihn vor? In diesem Jahr haben wir gelernt, was zu einer gelungenen Willkommenskultur gehört, und wir können dies nun im Advent anwenden: • Ihn erwarten; Ausschau halten; innehalten; sich auf Ihn einstellen• Überlegen, wo wir Ihm in diesen Tagen begegnen können• Platz schaffen; nicht mehr Benötigtes abgeben, auch Liebgewordenes und Gewohntes räumen • Ihn willkommen heißenSchließlich einige bange Fragen: Was passiert, wenn Er bleibt? Wie können wir Ihn integrieren in unseren Alltag, unsere Gesellschaft? Wird uns dieser Gast etwa verändern - können wir nicht einfach so bleiben, wie wir sind? Wir haben einige Routine in Sachen Advent; wir werden das schon organisieren. Wir wissen ja, wie es weitergeht im Kirchenjahr und im Leben allgemein. Oder doch nicht ? Wissen wir wirklich, was passiert, wenn Er die Grenzen unserer Vorstellungen, unseres bisherigen Lebens durchbricht? – wenn Er wirklich kommt?