Zeichen setzen
Am 27. Januar ist internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts. Der Tag wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt. Ein Tag wider das Vergessen und für das Nachdenken, wie man Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhindern kann.
Ein Tag im Kalender macht noch keinen Unterschied, den machen erst die Menschen, die diese Idee aufgreifen und Zeichen setzen. Machen Sie mit! Es gibt zahlreiche Veranstaltungen an dem Tag, u.a. auch hier in Oberursel.
Um 19.00 Uhr findet wieder ein „Interreligiöses Friedensgebet“ in der Hospitalkirche statt, gemeinsam gestaltet von Vertreter*innen jüdischen, muslimischen und christlichen Glaubens.
Zuvor, nämlich um 18.15 Uhr, lädt die Stadt Oberursel schon zu einer Gedenkstunde am Opferdenkmal (direkt an der Hospitalkirche) ein, so dass man beide Veranstaltungen gut hintereinander besuchen kann.
Wer der Einladung gemeinsam zu gedenken und zu beten, nicht folgen kann, findet vielleicht für sich einen Moment des Gebetes und des Gedenkens.
Susanne Degen
Möge es vor dir wohlgefällig sein,
Ewiger, unser Gott und Gott unserer Vorfahren,
dass du die Welt von Krieg und Blutvergießen befreist
und stattdessen einen großen und wunderbaren Frieden in der Welt verbreitest,
dass keine Nation mehr das Schwert gegen eine andere Nation erhebt und keine Nation mehr den Krieg lernt.
Mögen alle Bewohner der Erde nur die volle Wahrheit anerkennen und um sie wissen,
dass wir in diese Welt nicht um des Haders und der Zwietracht willen gekommen sind – wovor Gott bewahre – und nicht um des Hasses, der Eifersucht, der Aufreizung und des Blutvergießens willen, was Gott verbiete.
Vielmehr sind wir in die Welt gekommen,
um dich anzuerkennen und dich zu kennen.
Mögest du gepriesen sein für immer.
Jüdisches Friedensgebetes (Gotteslob 20,5)