Zurück zu den Fleischtöpfen

2015-07-25 18:08:59

Bitte liken, wenn Du das noch kennst… Immer wieder sind solche Aufforderungen in den sozialen Netzwerken zu finden, egal ob es dabei um die gute alte Telefonzelle geht oder um Tick, Trick und Track, die Neffen Donald Ducks. Es schafft Verbundenheit, wenn man sich gemeinsam an etwas erinnern kann. Noch schöner ist es, wenn es Erinnerungen sind, die mit positivem Erleben verbunden sind: der gemeinsame Urlaub, die ersten Schritte des Kindes, der Jubel beim Fußball und vieles mehr. Die biblische Geschichte des Volkes Israel führt uns Leser in so einen Moment der Erinnerung hinein. Die Situation ist schlecht, das Volk ist in der Wüste unterwegs, es ist hungrig, hat das Ziel aus den Augen verloren und nicht nur das: Es zweifelt an der Autorität Mose. Mit ihm wird auch gleich Gott angezweifelt – gibt es ihn überhaupt diesen unsichtbaren Gott? Und was soll das, wir sind verloren in der Wüste, haben Angst zu sterben, WO ist da Gott? Soll das alles Gottes Willen sein?Das Volk murrt, so heißt es in der Bibel. Und mit diesem Murren kommt die Erinnerung an Ägypten, es sind die guten Erinnerungen, die sich in den Vordergrund schieben, die Zeit, in denen das Volk zu essen hatte. „..als wir an den Fleischtöpfen saßen und Brot genug zu essen hatten.“ Die Not, die Schreie nach Befreiung aus der Sklaverei scheinen vergessen zu sein. Der Hunger nagt im Magen, mehr noch der Zweifel vergiftet das Vertrauen. Und Gott? Er sieht und hört, wie schon so oft, das Murren des Volkes. Ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen – so spricht ER zu Mose. Gott verbindet damit eine große Hoffnung, die ER trotz des Murrens immer wieder neu in sein Volk setzt: „und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr, euer Gott bin.“Unermüdlich wirbt Gott um uns Menschen, schenkt uns sein Erbarmen und stillt unseren Hunger.Ich wünsche Ihnen, dass die Sommertage eine Einladung sind, Gottes Liebe in Ihrem Leben (wieder) zu entdecken.